Flüchtlingshilfe Bruchsal
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Unsere Mitmenschen im Blick - Bruchsal hilft

 

Café International im Bernhardus-Saal der katholischen Kirchengemeinde St. Anton

Seit Mitte November 2015 gibt es jeden Montag das Café International.

Nach einer Info-Veranstaltung zum Thema Flüchtlinge im Bürgerzentrum in Bruchsal, hat sich eine kleine Gruppe gefunden, die sich stark machen wollte, ein Café für Flüchtlinge und Menschen aus Bruchsal zu organisieren.  

Der erste Schritt war schon interessant, weil wir uns zum Teil noch gar nicht kannten und erst die Arbeit an dem gemeinsamen Vorhaben uns zusammenbrachte.

Es sollte ein Ort sein, an dem Begegnung, Information, gegenseitiges Kennenlernen und miteinander sprechen möglich sein sollte.

Schwierigkeiten gab es zunächst, einen geeigneten Ort zu finden zu einer Zeit, zu der die Menschen aus den Unterkünften und auch wir, das Organisationsteam kommen konnten. Wir hatten Glück und konnten im Bernhardus-Saal des Pfarrzentrums St. Anton in der Bruchsaler Südstadt alles finden, was wir brauchten; eine eingerichtete Küche und einen mit Tischen und Stühlen ausgestatteten schönen Saal.

So legten wir den ersten Montagstermin fest, den 16. November 2015. Viel Unterstützung bekamen wir von der Kirchen-gemeinde, von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinschaftsunterkünfte und von einzelnen Menschen, die oft kommen und vom „Verein Flüchtlingshilfe Bruchsal“.

Zu Beginn waren wir sehr gespannt, da wir keine Ahnung hatten, was auf uns zukommen würde. Wie viele werden kommen? Hat überhaupt jemand Interesse an so einem Café, oder kommt am Ende gar niemand und wir stehen alleine da? Unsere Hoffnung war es natürlich, dass dieser Montagnachmittag bzw. -abend von vielen Menschen besucht würde. Wir wurden nicht enttäuscht. Schon der erste Abend war ein toller Erfolg und inzwischen ist es so, dass jeden Montag 30 bis 50 Menschen kommen. Immer sind auch viele deutschsprachige Mitmenschen anwesend, so dass alle Tische besetzt sind und überall miteinander geredet, gespielt, gemalt und sogar gesungen wird. Jeder Abend verläuft anders, aber es ist für alle sehr anregend und interessant und es können schöne Begegnungen stattfinden.

Schon seit Beginn gibt es einige junge Männer, die die Küche organisieren, Kaffee und Tee kochen, das Geschirr bereitstellen usw. Auch für das Aufräumen am Schluss finden sich immer genügend Helferinnen und Helfer. So gibt es ein gutes Miteinander auch bei der Arbeit.

Für das Café International haben wir den Schwerpunkt auf „miteinander reden“ gelegt, daher ist die Bewirtung ganz einfach gehalten. Es gibt Kaffee, Tee, Wasser und Apfelsaftschorle und etwas zum Knabbern. Das hilft uns, die Organisation und den Aufwand vor- und hinterher so gering wie möglich zu halten, sodass auch wir vom Organisationsteam Zeit zum Plaudern oder Spielen haben.

Für uns alle ist interessant zu sehen, wie viele verschiedene Menschen jeden Alters sich dort treffen und sich wohlfühlen.

Karola